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Geschichte der Jagd |
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Geschichte der JagdDer Homo erectus setzte zur Jagd auf Großsäuger wie Elefanten, Nashörner und Hirsche Lanzen ein. Bereits vor etwa 30 000 Jahren wurden Speerschleudern genutzt, die es ermöglichten, Wild aus der Distanz zu erlegen. Gegen Ende der letzten Kaltzeit wurden Pfeil und Bogen erfunden. Im alten Ägypten, Griechenland und Rom waren es vor allem Angehörige der Oberschicht, die Jagd als Sport betrieben. Die ersten Gesetze zum Schutz des Wildes wurden im 13. Jahrhundert erlassen, als der mongolische Herrscher Kubilai Khan seinen Untertanen verbot, während der Brunftzeit und der Zeit der Jungenaufzucht zu jagen. Während des Mittelalters erließen die Feudalherren weit reichende Jagdgesetze mit drakonischen Strafen gegen Wilddiebe, wodurch die Jagd zu einem Privileg der herrschenden Klasse wurde. Auch die berittene Hirschjagd mit Hunden sowie die Verfolgung von Federwild mit dazu abgerichteten Falken (siehe Beizjagd) waren ein beliebter Zeitvertreib der Reichen. Durch die Erfindung des Schießpulvers im 14. Jahrhundert und die Entwicklung der Musketen (mit einem Luntenschloss) wurden die Jagdmethoden maßgeblich verändert. Wo bisher Fallen und Schlingen, Pfeil und Bogen, Falken und Hunde eingesetzt worden waren, ermöglichte es jetzt das Gewehr, Tiere auf größere Entfernung und in größerer Zahl zu erlegen. Hauptbeutetiere in Europa blieben Füchse, Hasen und Hirsche. Im 19. Jahrhundert breitete sich das unkontrollierte Jagen mit Flinten und Büchsen immer weiter aus und begann, die Existenz einiger Tierarten zu bedrohen. Beispiele hierfür waren das Töten von Seidenreihern wegen ihrer Federn (die in der Hutmacherei verwendet wurden) und das Abschlachten der Bisonherden. Diese Großsäuger bevölkerten einst millionenfach die Prärien Nordamerikas und wurden durch weiße Jäger aus Profitgier und Lust am Töten praktisch ausgerottet. 1895 hatten nur 400 Büffel im gesamten Land überlebt. Im Osten der USA brachen die Wasservogelbestände zusammen, als mit kanonenähnlichen Schrotflinten ganze Vogelschwärme auf einmal ausgelöscht wurden. Einige Vögel wie die Wandertaube starben aus, weil man den Wildvorrat der Natur für unerschöpflich hielt. Öffentliche Empörung zwang schließlich die amerikanischen Staaten, Gesetze zum Schutz von Vögeln und anderen Wildarten zu erlassen. Im 20. Jahrhundert wurden auch in vielen europäischen Ländern zum Schutz bedrohter Arten oder aus allgemeinen Tierschutzerwägungen heraus strenge Jagdschutzgesetze erlassen. So sind in Deutschland heute alle Greifvögel, von denen manche Arten nahezu ausgerottet waren, ganzjährig geschützt. Kritik an der heutigen Jagdpraxis richtet sich u. a. gegen die (ökologisch nicht begründbare) Verfolgung einheimischer Raubtiere sowie von Arten, die wie der Feldhase in ihrem Bestand zurückgehen, aber auch gegen die in manchen Regionen unnatürlich hohen Hirschbestände, durch die Waldschäden verursacht werden.
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