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In den Jahren 1900, 1904, 1908 und 1920 gehörte das Bogenschießen zum Programm der Olympischen Spiele. Es wurde dann herausgenommen und erst wieder 1972 bei den Olympischen Spielen in München als Disziplin für Männer und Frauen zugelassen.

Um das Interesse an dieser Sportart zu steigern, wurde der Ablauf der Wettkämpfe 1992 verändert. So besteht eine olympische Runde aus der "Runde der Besten", einer Ausscheidungsrunde und einer Endrunde sowie einer Ausscheidungs- und Endrunde in der Mannschaftswertung. Bei der Einzelwertung wird von allen 64Bogenschützen zur gleichen Zeit auf die 70 Meter entfernten Ziele geschossen. Diejenigen, die nach mehreren Vorrunden die höchste Punktzahl erreicht haben, treten dann zum Wettkampf um die Medaillen an. International wird das Bogenschießen durch die Fédération Internationale de Tir à l'Arc (FITA; gegründet 1931, Sitz in Wakefield, Großbritannien) betreut, in Deutschland durch den Deutschen Schützenbund (DSB; gegründet 1861, Sitz in Wiesbaden).

Archäologische Funde belegen, dass Pfeil und Bogen bereits in der Altsteinzeit bekannt waren. Im alten Ägypten und bei den semitischen Völkern in Vorderasien war der Gebrauch von Pfeil und Bogen verbreitet. In China lässt sich das Bogenschießen bis in die Shang-Dynastie zurückverfolgen (1766-1027 v.Chr.). In der nachfolgenden Zhou-Dynastie (1027-256 v.Chr.) wurden am kaiserlichen Hof Turniere im Bogenschießen abgehalten. Ausgehend von Vorderasien verbreitete sich das Bogenschießen im gesamten Mittelmeerraum.

Als hervorragende Bogenschützen galten vor allem die Skythen, die Perser und die Kreter. Auch bei den asiatischen Steppenvölkern (Hunnen, Magyaren und Mongolen) zählte der Bogen zu den wichtigsten Waffen. Bei den Griechen und Römern gab es Heere, die mit Pfeil und Bogen bewaffnet waren. Im frühen Mittelalter wurde der Bogen verstärkt bei den Goten und den Wandalen verwendet. Während des Spätmittelalters waren die Engländer mit ihren Langbögen in den Schlachten von Crécy (1346) und Agincourt (1415) führend.